Ratgeber

TCP-Verbindungszeit zu einem öffentlichen Host messen

Geben Sie einen öffentlichen Host, einen TCP-Port und die gewünschte Versuchszahl ein, um den TCP-Verbindungsaufbau zu messen. Das Ergebnis enthält Zeiten erfolgreicher Verbindungen sowie gegebenenfalls Durchschnitt und Verlustanteil.

Tool TCP-Ping-Test

Einsatzbereich der TCP-Messung

Der Ping Test misst, wie lange der Aufbau einer TCP-Verbindung zu einem öffentlichen Host dauert. Damit prüfen Sie einen bestimmten Verbindungsweg zu einem Ziel und Port, statt eine allgemeine Antwortzeit oder die gesamte Erreichbarkeit eines Dienstes zu bewerten. Die Messung verwendet Netzwerkverbindungen und ist deshalb für Situationen geeignet, in denen Sie den TCP-Verbindungsaufbau zu einem Webdienst oder einem anderen öffentlichen Ziel vergleichen möchten.

Sie können den Host, den Port und die Zahl der Versuche an die jeweilige Prüfung anpassen. Ein einzelner Lauf liefert dadurch eine Momentaufnahme für die gewählten Einstellungen. Für einen erfolgreichen Lauf müssen ein nicht leerer Host und eine vorab validierte öffentliche Zieladresse vorliegen. Die voreingestellten Werte erleichtern einen ersten Durchgang, ersetzen diese Voraussetzung aber nicht.

Prüfung in sechs Schritten

  1. Tragen Sie im Hostfeld das gewünschte öffentliche Ziel ein. Die Hostangabe ist optional; wenn Sie dort nichts eintragen, wird example.com verwendet. Für die tatsächliche Ausführung muss dennoch ein nicht leerer Host mit einer vorab validierten öffentlichen Zieladresse vorhanden sein. Prüfen Sie daher vor dem Start, ob das ausgewählte Ziel diese Bedingung erfüllt.

  2. Wählen Sie den TCP-Port, zu dem die Verbindung aufgebaut werden soll. Ohne eigene Eingabe wird Port 443 verwendet. Ein eigener Port muss als ganze Zahl vorliegen und zwischen 1 und 65.535 liegen. Wählen Sie den Port passend zu dem Dienst, dessen TCP-Verbindungsaufbau Sie untersuchen möchten, denn ein anderer Port kann zu einem anderen Ergebnis führen.

  3. Legen Sie fest, wie oft der Verbindungsaufbau versucht werden soll. Die Voreinstellung beträgt 3 Versuche; zulässig sind Werte von 1 bis 5. Auch diese Eingabe wird als ganze Zahl verarbeitet. Eine kleine Versuchszahl liefert eine kurze Momentaufnahme, während mehrere Versuche zeigen können, ob sich erfolgreiche und erfolglose Verbindungen innerhalb eines Laufs abwechseln.

  4. Starten Sie die Prüfung mit den gewählten Angaben. Für jeden Versuch wird eine TCP-Verbindung zum Host und Port aufgebaut. Ein Versuch wartet höchstens 3 Sekunden auf den Verbindungsaufbau. Ein Verbindungsfehler zählt als erfolgloser Versuch und wird nicht als erfolgreiche Zeit behandelt.

  5. Warten Sie das Ergebnis ab und betrachten Sie danach die einzelnen Verbindungszeiten, den Durchschnitt der erfolgreichen Verbindungen und den Anteil erfolgloser Versuche. Ändern Sie für einen weiteren Vergleich jeweils nur die Einstellung, deren Einfluss Sie untersuchen möchten, oder halten Sie Host, Port und Versuchszahl gleich, wenn Sie zwei Läufe möglichst vergleichbar machen wollen.

  6. Kontrollieren Sie vor dem Start die beiden Zahlenfelder besonders sorgfältig. Kann der Port oder die Versuchszahl nicht in eine ganze Zahl umgewandelt werden, endet der Vorgang bereits vor einem Verbindungsversuch. Eine gültige Portzahl und eine Versuchszahl innerhalb des vorgesehenen Bereichs verhindern diesen Eingabefehler.

Messwerte sinnvoll lesen

Die Zeit einer erfolgreichen Verbindung wird in Millisekunden angegeben und auf zwei Nachkommastellen gerundet. Der Durchschnitt bezieht sich auf die erfolgreichen Verbindungen und erhält ebenfalls zwei Nachkommastellen. Der Verlustanteil wird auf eine Nachkommastelle gerundet und beschreibt, welcher Anteil der Versuche ohne erfolgreiche TCP-Verbindung blieb.

Ein Ergebnis darf erfolgreiche und erfolglose Versuche miteinander kombinieren. In diesem Fall zeigen die Zeitwerte nur die erfolgreichen Verbindungen, während der Verlustanteil die nicht erfolgreichen Versuche zusammenfasst. Ein einzelner langsamer Wert ist deshalb nicht dasselbe wie ein hoher Verlustanteil: Der erste beschreibt die Dauer eines erfolgreichen Aufbaus, der zweite die Verteilung der Versuchsergebnisse.

Wenn kein Verbindungsaufbau gelingt, schlägt der Vorgang fehl und weist 100,0 % Verlust aus. Dieses Ergebnis liefert dann keine erfolgreiche Zeitstatistik, die sich für einen Durchschnitt heranziehen ließe. Prüfen Sie in dieser Situation zunächst Host, Port und Zielvoraussetzung, bevor Sie die Versuchszahl verändern.

Für einen Vergleich sollten die Rahmenbedingungen möglichst gleich bleiben. Verwenden Sie denselben Host und Port und wählen Sie eine vergleichbare Zahl von Versuchen. Ein höherer Messwert bedeutet für diesen Lauf einen langsameren TCP-Verbindungsaufbau. Daraus folgt jedoch weder eine allgemeine Round-Trip-Zeit noch ein Beleg dafür, dass der gesamte Host oder Dienst gesund oder nicht gesund ist. Der Test betrachtet ausschließlich den Aufbau der TCP-Verbindung zum ausgewählten öffentlichen Ziel.

Praktisches Beispiel

Sie möchten den TCP-Verbindungsaufbau eines öffentlichen Webdienstes über den üblichen HTTPS-Port untersuchen.

Tragen Sie einen öffentlichen Host, Port 443 und 3 Versuche ein und starten Sie die Prüfung.

Das Ergebnis kann mehrere Einzelzeiten in Millisekunden, einen Durchschnitt mit zwei Nachkommastellen und einen Verlustanteil mit einer Nachkommastelle enthalten. Bei ausschließlich erfolglosen Versuchen wird 100,0 % Verlust ausgewiesen.

Einschränkungen

  • Die Messung beschränkt sich auf den TCP-Verbindungsaufbau zu einer öffentlichen Zieladresse. Sie ersetzt weder einen ICMP-Ping noch eine allgemeine Round-Trip-Messung und bestätigt nicht den Gesamtzustand des Hosts oder Dienstes.

Häufige Fehler

  • Ursache: Der Port oder die Versuchszahl enthält Zeichen oder einen Wert, der nicht als ganze Zahl im zulässigen Bereich verarbeitet werden kann. Korrektur: Geben Sie für den Port eine ganze Zahl von 1 bis 65.535 und für die Versuche eine ganze Zahl von 1 bis 5 ein.

Häufige Fragen

Was geschieht ohne eigene Hostangabe?

Das Feld kann leer bleiben und verwendet dann example.com. Für einen erfolgreichen Lauf muss trotzdem ein nicht leerer Host mit einer vorab validierten öffentlichen Zieladresse vorliegen.

Welche Portvorgabe gilt ohne eigene Auswahl?

Ohne eigene Eingabe wird Port 443 eingesetzt. Für einen anderen Port benötigen Sie eine als ganze Zahl verarbeitbare Eingabe zwischen 1 und 65.535.

Wie wird ein Lauf ohne erfolgreiche Verbindung dargestellt?

Bei ausschließlich erfolglosen Versuchen schlägt der Vorgang fehl und weist 100,0 % Verlust aus. Eine erfolgreiche Zeit und ein Durchschnitt können dann nicht aus erfolgreichen Verbindungen gebildet werden.

Tool

TCP-Ping-Test