Ratgeber

User-Agent-String analysieren und Ergebnisse verstehen

Fügen Sie einen vollständigen User-Agent-String ein, damit Browser, Betriebssystem, Rendering-Engine, Versionen und Gerät anhand unterstützter Textmuster eingeordnet werden. Fehlt der Wert, erscheint eine Fehleranzeige mit einem Beispiel statt einer normalen Klassifikation.

Tool User-Agent-Parser

User-Agent-Angaben gezielt lesen

Mit diesem Werkzeug ordnen Sie einen bereitgestellten User-Agent-String einem Browser, einer Version, einem Betriebssystem, einer Rendering-Engine und einem Gerätetyp zu. Das hilft etwa, wenn Sie einen einzelnen Eintrag aus einem Protokoll nachvollziehen oder die Angaben eines Clients übersichtlich lesen möchten. Die Einordnung entsteht aus dem eingegebenen Text und unterstützten Vergleichsmustern; für die Auswertung ist kein Netzwerkzugriff vorgesehen. Je nach Inhalt können außerdem Hinweise auf ein mobiles Gerät oder einen Bot beziehungsweise Crawler sichtbar werden. Entscheidend ist die Kombination mehrerer Textstellen, nicht nur ein einzelnes Schlagwort. Lesen Sie das Ergebnis daher zusammen mit dem ursprünglichen String und beurteilen Sie jede erkannte Angabe im passenden Zusammenhang. So vermeiden Sie voreilige Schlüsse bei ungewöhnlichen oder sich überschneidenden Kennzeichnungen im User-Agent-Text. Die Suchformulierung dieses Beitrags ist als Suchhypothese zu verstehen, nicht als Nachweis einer bestimmten Nachfrage.

Den User-Agent-String in sechs Schritten prüfen

  1. Öffnen Sie das Werkzeug und fügen Sie den vollständigen User-Agent-String in das Eingabefeld ein. Übernehmen Sie Schrägstriche, Versionsangaben und Zusätze wie Mobile möglichst unverändert, weil solche Textstellen in den Vergleich einfließen.

  2. Starten Sie die Auswertung mit der dafür vorgesehenen Steuerung. Der eingegebene Text wird mit unterstützten Mustern verglichen; daraus entstehen Angaben zu Browser, Browserversion, Betriebssystem, Betriebssystemversion, Engine und Gerät.

  3. Prüfen Sie zuerst Browser und Version. Erkennbare Chrome- und Firefox-Strings werden den entsprechenden Browsern zugeordnet, wobei eine vorhandene gepunktete Version übernommen werden kann. Bei Überschneidungen gilt eine feste Reihenfolge: Chrome/ zählt nicht als Chrome, wenn Chromium, Edg/ oder OPR/ enthalten ist. Firefox/ wird bei Seamonkey ausgeschlossen. Safari benötigt Safari/ ohne Chrome; spätere Prüfungen erkennen außerdem Edg/, OPR/ und Opera.

  4. Sehen Sie anschließend Betriebssystem und Engine nach. Windows, macOS, Android, iOS und Linux können bei passenden Mustern erkannt werden; bei vorhandener passender Angabe kann auch eine Betriebssystemversion übernommen werden. AppleWebKit kann WebKit und ein passendes Gecko-Muster Gecko ergeben.

  5. Kontrollieren Sie zuletzt Gerät und Indikatoren. Android oder iPhone können zunächst Mobile und iPad Tablet zugeordnet werden. Spätere Hinweise wie Mobile, iPad oder Tablet können den Endwert nach ihrer Reihenfolge verändern. bot, crawler oder spider kann zu Bot/Crawler führen. Der mobile Indikator ist nur bei Mobile aktiv, der Bot-Indikator nur bei Bot/Crawler.

  6. Lassen Sie das Feld nicht leer, wenn Sie eine Einordnung benötigen. Ohne User-Agent-Wert erscheint eine Fehleranzeige mit einem Beispiel, anstatt eine normale Klassifikation auszugeben.

Die angezeigten Werte richtig einordnen

Ein konkreter Browserwert mit einer gepunkteten Versionsangabe zeigt, dass passende Textstellen gefunden wurden. Entsprechendes gilt für Betriebssystem und Engine, deren Angaben ebenfalls aus erkannten Mustern hervorgehen. Bei nicht leerem Text kann für Browser, Browserversion, Betriebssystem, Betriebssystemversion oder Engine Unknown erscheinen, wenn kein unterstütztes Muster einen Wert liefert. Diese Kennzeichnung bedeutet nicht, dass die tatsächliche Identität des Clients fehlt, sondern nur, dass für dieses Feld kein passender Treffer vorlag.

Bei mehreren Browserhinweisen entscheidet die festgelegte Prüfungsreihenfolge über den angezeigten Browser. Beim Gerät können spätere Textstellen einen zuvor gesetzten Wert verändern. Ein mobiles Gerät setzt den mobilen Indikator nur dann, wenn der Endwert Mobile lautet; der Bot-Indikator hängt entsprechend vom Endwert Bot/Crawler ab. Vergleichen Sie bei Unklarheiten den vollständigen String mit den einzelnen Angaben. Die Klassifikation beschreibt erkannte Muster und ersetzt keine weitergehende Beurteilung des ursprünglichen Eintrags.

Praktisches Beispiel

Sie möchten einen einzelnen Chrome-Eintrag aus einem Protokoll prüfen und übernehmen dafür den vollständigen User-Agent-String in das Werkzeug.

Fügen Sie Mozilla/5.0 Chrome/120.0.6099.110 Safari/537.36 ein und starten Sie die Auswertung. Prüfen Sie danach den Browserwert, die gepunktete Version sowie die übrigen verfügbaren Felder und deren erkennbare Musterbindung an den Text-String.

Das Ergebnis kann den Browser als Chrome mit der enthaltenen gepunkteten Version ausweisen. Weitere Felder können ein Betriebssystem, eine Engine und einen Gerätetyp enthalten; für nicht passende Felder kann Unknown erscheinen.

Einschränkungen

  • Die Einordnung ist auf unterstützte Muster begrenzt. Unbekannte Formate oder überlappende Hinweise können daher einzelne Unknown-Felder oder einen unerwarteten Endwert erzeugen.

Häufige Fehler

  • Leeres Eingabefeld: Ohne User-Agent-Text erscheint eine Fehleranzeige statt einer normalen Klassifikation. Fügen Sie den vollständigen vorhandenen String ein und starten Sie die Auswertung erneut.

Häufige Fragen

Kann das Werkzeug Chrome und seine Version erkennen?

Das gelingt, wenn der Text einem unterstützten Chrome-Muster entspricht. Eine vorhandene gepunktete Versionsangabe kann zusätzlich als Browserversion übernommen werden, sofern sie im String erkannt wird.

Welche Betriebssysteme kann der User-Agent-Parser erkennen?

Bei passenden Mustern können Windows, macOS, Android, iOS und Linux erkannt werden. Für ein Feld ohne unterstützten Treffer kann bei nicht leerer Eingabe Unknown angezeigt werden, ebenso für die Systemversion.

Was geschieht bei einer leeren Eingabe?

Bei fehlendem User-Agent-Wert erfolgt keine normale Einordnung. Das Werkzeug zeigt stattdessen eine Fehleranzeige und fügt ein Beispiel für einen User-Agent-String ein, das Sie als Orientierung verwenden können.

Wie werden mobile Geräte und Crawler berücksichtigt?

Die Geräteangabe folgt den erkannten Hinweisen und ihrer Reihenfolge. Mobile, iPad oder Tablet können den Endwert beeinflussen; bot, crawler oder spider kann die Zuordnung Bot/Crawler auslösen.

Tool

User-Agent-Parser