Ratgeber

XML formatieren und minifizieren mit anpassbarer Einrückung

Mit dem XML Formatter können Sie XML lesbar formatieren oder nicht leeren XML-Inhalt im Minify-Modus verdichten. Die Einrückungsbreite lässt sich anpassen, während fehlerhafte XML-Strukturen zu einem nicht erfolgreichen Ergebnis führen können.

Tool XML-Formatierer

Geeignete Verwendung für lesbares XML

Der XML Formatter eignet sich, wenn XML-Text schwer lesbar ist, eine einheitliche Darstellung benötigt oder für eine kompaktere Ausgabe vorbereitet werden soll. Im Formatierungsmodus wird der Inhalt mit Zeilen und Einrückungen übersichtlich dargestellt. Der Minify-Modus verdichtet nicht leeren XML-Inhalt, indem er Kommentare, Leerraum zwischen Tags sowie Leerraum am Anfang und Ende entfernt. Dadurch unterscheiden sich die beiden Modi nicht nur in der Optik, sondern auch darin, welche Bestandteile der Eingabe in der Ausgabe erhalten bleiben.

Sie können die Einrückungsbreite an die Konvention Ihres Projekts anpassen. Als Ausgangspunkt dienen zwei Leerzeichen. Die Verarbeitung arbeitet mit XML-Text, nicht mit einem beliebigen Wert; deshalb ist es sinnvoll, vor dem Start zu prüfen, ob der eingefügte Inhalt tatsächlich als Text vorliegt. Leerer oder ausschließlich aus Leerraum bestehender Inhalt bildet eine besondere Ausnahme: Er wird akzeptiert und führt zu einer leeren Ausgabe.

XML mit Modus und Einrückung verarbeiten

  1. Fügen Sie den XML-Inhalt als Text in die Eingabe ein. Kontrollieren Sie bei einer leeren Eingabe zunächst, ob dies beabsichtigt ist, denn ein leerer oder nur aus Leerraum bestehender Wert wird erfolgreich mit leerer Ausgabe verarbeitet. Ein Wert, der nicht als Text vorliegt, kann dagegen zu einem nicht erfolgreichen Ergebnis führen.

  2. Wählen Sie den Modus passend zum Ziel. Für eine gut lesbare Darstellung verwenden Sie die voreingestellte Formatierung. Für eine verdichtete Darstellung wählen Sie den Minify-Modus. Bei nicht leerem Inhalt wird die Modusangabe vor der Auswahl normalisiert: Eine nicht gesetzte oder sonstige falsche Angabe fällt auf die Formatierung zurück, und die Auswahl wird in Kleinschreibung berücksichtigt.

  3. Legen Sie bei Bedarf eine Einrückungsbreite fest. Der Standard beträgt zwei Leerzeichen. Bei nicht leerem Inhalt werden Werte unter 0, über 8 oder nicht in eine ganze Zahl umwandelbare Angaben auf zwei Leerzeichen zurückgesetzt. Eine Zahl innerhalb dieses Bereichs kann daher für die gewünschte Lesbarkeit verwendet werden.

  4. Starten Sie die Verarbeitung und lesen Sie die Ausgabe im gewählten Modus. Die lesbare Verarbeitung analysiert das XML vor der Erstellung des Ergebnisses. Im Minify-Modus wird nicht leerer Inhalt ebenfalls vor der Verarbeitung auf gültige XML-Struktur geprüft. Entfernen Sie deshalb fehlende End-Tags, falsch verschachtelte Elemente oder andere Strukturfehler, bevor Sie eine kompakte Fassung anfordern.

  5. Vergleichen Sie das Ergebnis mit Ihrem Zweck. Wenn die Struktur geprüft oder bearbeitet werden soll, ist die eingerückte Darstellung meist leichter zu lesen. Wenn eine eng gesetzte Darstellung benötigt wird, wählen Sie Minify und berücksichtigen Sie, dass Kommentare und Zwischenraum zwischen Tags nicht als erhaltene Bestandteile der Ausgabe zu erwarten sind.

Ergebnis und Grenzen der Verarbeitung verstehen

Eine mehrzeilige Ausgabe mit eingerückten untergeordneten Elementen passt zur lesbaren Formatierung. Die tatsächliche Tiefe richtet sich nach der gewählten Breite; bei der Voreinstellung werden dafür zwei Leerzeichen verwendet. Eine eng gesetzte Ausgabe passt dagegen zum Minify-Modus, der den Inhalt ohne XML-Kommentare und ohne Leerraum zwischen den Tags ausgibt.

Ein erfolgloser Durchlauf bedeutet nicht zwingend, dass nur die Einrückung geändert werden muss. Prüfen Sie zuerst den Datentyp der Eingabe und anschließend die XML-Struktur. Bei nicht leerem Inhalt werden fehlerhafte XML-Strukturen sowohl bei der lesbaren Verarbeitung als auch beim Minifizieren nicht erfolgreich verarbeitet. Zusätzlich wird nicht leerer Inhalt ab einer Größe von mehr als 1.000.000 UTF-8-Bytes abgelehnt.

Für Leerraum allein gilt eine frühere Verarbeitungsentscheidung: Solcher Inhalt ergibt eine leere Ausgabe, bevor Größenprüfung, Modusnormalisierung oder Einrückungsnormalisierung greifen. Diese Reihenfolge erklärt, warum eine sehr große Leerraum-Eingabe anders behandelt werden kann als ein nicht leerer XML-Text. Bei einem nicht erfolgreichen Ergebnis sollten Sie daher nicht nur die sichtbare Ausgabe, sondern auch Inhaltstyp, Struktur und Umfang der Eingabe prüfen.

Praktisches Beispiel

Sie möchten eine kleine Konfigurationsstruktur zunächst mit vier Leerzeichen prüfen und danach in einer kompakten XML-Darstellung weiterverwenden.

Sie geben <config><!-- Notiz --><item>Wert</item></config> ein, wählen zuerst die lesbare Formatierung mit vier Leerzeichen und verarbeiten den Text. Danach führen Sie denselben gültigen XML-Text im Minify-Modus aus.

Die Formatierung liefert mehrere Zeilen mit eingerücktem Unterelement. Minify liefert eine eng gesetzte Ausgabe ohne den XML-Kommentar und ohne Leerraum zwischen den Tags.

Einschränkungen

  • Bei nicht leerem Inhalt gilt die Grenze von 1.000.000 UTF-8-Bytes; fehlerhafte XML-Strukturen können scheitern, und Minify erhält Kommentare sowie Leerraum zwischen Tags nicht.

Häufige Fehler

  • Ursache: Ein Element ist nicht geschlossen, falsch verschachtelt oder anderweitig nicht als XML aufgebaut. Korrektur: Vergleichen Sie öffnende und schließende Tags, korrigieren Sie die Verschachtelung und starten Sie die Verarbeitung anschließend erneut.

Häufige Fragen

Was passiert bei leerer XML-Eingabe?

Wenn der eingegebene Wert leer ist oder nur aus Leerraum besteht, wird erfolgreich eine leere Ausgabe erzeugt. Enthält die Eingabe dagegen nicht nur Leerraum, wird sie als XML verarbeitet und kann bei einer fehlerhaften Struktur scheitern.

Kann ich XML minifizieren?

Wenn der Inhalt nicht leer und als gültiges XML aufgebaut ist, kann der Minify-Modus ihn verdichten. Dabei werden XML-Kommentare, Leerraum zwischen Tags sowie führender und abschließender Leerraum entfernt.

Welche Einrückungsbreite kann ich verwenden?

Bei nicht leerem Inhalt werden Werte von 0 bis 8 als Einrückungsbreite verwendet, sofern sie in eine ganze Zahl umwandelbar sind. Unzulässige oder nicht umwandelbare Angaben fallen auf zwei Leerzeichen zurück.

Tool

XML-Formatierer