Ratgeber

String Analyzer verwenden: Textwerte Schritt für Schritt auswerten

Geben Sie Ihren Text ein und starten Sie die Analyse. Der String Analyzer liefert formale Zählungen sowie Lesbarkeits- und Zeitangaben.

Tool Textanalyse und Zeichenzähler

Geeignete Einsatzbereiche für die Textanalyse

Der String Analyzer hilft Ihnen dabei, einen bereitgestellten Text nach formalen Merkmalen zu untersuchen. Sie sehen nicht nur Zeichen- und Wortzahlen, sondern auch Angaben zur Textstruktur, zu bestimmten Zeichenkategorien sowie zu Lesbarkeit und geschätztem Zeitaufwand. Damit eignet sich die Auswertung beispielsweise als erster Überblick vor einer redaktionellen Überarbeitung oder zum Vergleich unterschiedlich formatierter Textfassungen.

Die Ergebnisse beziehen sich auf die eingegebene Zeichenfolge und beschreiben deren messbare Struktur. Eine solche Auswertung ersetzt keine inhaltliche Prüfung und sagt nichts über die Qualität, Richtigkeit oder Wirkung eines Textes aus.

Ablauf der Analyse in sieben Schritten

  1. Öffnen Sie den String Analyzer und tragen Sie den gewünschten Text in das vorgesehene Eingabefeld ein. Sie können auch ohne Inhalt fortfahren, weil das Texteingabefeld optional ist und standardmäßig eine leere Zeichenfolge verwendet.

  2. Starten Sie die Auswertung mit der dafür vorgesehenen Bedienfläche. Eine leere Eingabe führt ebenfalls zu einem erfolgreichen Ergebnis: Zähler und Zeitangaben erhalten dann den Wert null, der Lesbarkeitswert beträgt ebenfalls null, und für die Lesbarkeitsstufe steht keine Angabe bereit.

  3. Beginnen Sie bei einem nichtleeren Text mit den grundlegenden Mengenangaben. Zeichen und UTF-8-codierte Bytes werden getrennt erfasst, sodass beide Werte bei Unicode-Inhalten voneinander abweichen können. Die Wortzahl entsteht durch eine Erkennung anhand von Wortgrenzen. Für die Zahl unterschiedlicher Wörter werden die erkannten Wörter vor dem Vergleich in Kleinbuchstaben umgewandelt.

  4. Wechseln Sie danach zur Textstruktur. Für die Satzanzahl werden Folgen aus Punkt, Ausrufezeichen oder Fragezeichen berücksichtigt, nachdem Leerraum am Anfang und Ende entfernt wurde. Enthält der Text Wörter, aber keine solche Folge, verwendet die Auswertung einen Satz als Ersatzwert. Absätze entstehen aus nichtleeren Abschnitten, die durch zwei Zeilenumbrüche getrennt sind; bei vorhandenem Text greift auch hier ein Ersatzwert, wenn kein nichtleerer Abschnitt erkannt wird. Die Zeilenanzahl richtet sich nach der Aufteilung des eingegebenen Inhalts in Zeilen.

  5. Nutzen Sie anschließend die Kategorien für eine detailliertere formale Prüfung. Dazu zählen Buchstaben, Ziffern, Leerzeichen, Satzzeichen sowie Groß- und Kleinbuchstaben. Zusätzlich werden die durchschnittliche Wortlänge und die durchschnittliche Wortzahl pro Satz angezeigt; beide Durchschnittswerte werden auf eine Dezimalstelle gerundet, wenn der jeweilige Bezug vorhanden ist.

  6. Prüfen Sie zum Abschluss die Zeit- und Lesbarkeitswerte im Zusammenhang mit ihren Voraussetzungen. Bei nichtleerem Text werden Lese- und Sprechzeit aus der Wortzahl und den festgelegten Raten abgeleitet, auf ganze Minuten gerundet und jeweils mit mindestens einer Minute angegeben. Lesbarkeitswert und Lesbarkeitsstufe werden nur berechnet, wenn mehr als fünf Wörter und mindestens ein Satz vorliegen. Kürzere Texte erhalten für beide Lesbarkeitsgrößen den Wert null.

  7. Vergleichen Sie die angezeigten Werte nur mit einer eigenen Zählung, wenn Sie dabei dieselben Trennregeln anwenden. Schon die Schreibweise von Satzzeichen, die Anzahl aufeinanderfolgender Zeilenumbrüche oder Leerraum am Rand kann die Zuordnung zu einer Kategorie beeinflussen.

Bedeutung und Grenzen der angezeigten Werte

Die Zeichenanzahl und die Byteanzahl beantworten unterschiedliche Fragen. Die erste Größe folgt der Textlänge, während die zweite Größe aus der UTF-8-Codierung entsteht; bei Unicode-Zeichen ist eine Differenz deshalb ein erwartbares Ergebnis und nicht automatisch ein Fehler.

Die Zahl unterschiedlicher Wörter ist ebenfalls als technische Vergleichszahl zu verstehen. Groß- und Kleinschreibung wird dafür vereinheitlicht, sie beschreibt jedoch nicht die Vielfalt des Wortschatzes und bewertet keine sprachliche Qualität. Auch Satz-, Absatz- und Zeilenwerte hängen von der Formatierung sowie von den festgelegten Trennzeichen ab.

Die Zeitwerte sollten Sie als gerundete, wortzahlbasierte Schätzungen lesen, nicht als gemessene Dauer. Für nichtleere Texte gilt dabei die Untergrenze von einer Minute. Bei sehr kurzen Eingaben fehlen die Voraussetzungen für die Lesbarkeitsberechnung; der Wert null bedeutet in diesem Fall nicht, dass eine bestimmte Verständlichkeitsstufe gemessen wurde.

Bei der Einordnung deutschsprachiger Inhalte ist außerdem zu berücksichtigen, dass die Buchstaben- und Silbenverarbeitung auf lateinische ASCII-Buchstaben begrenzt ist. Umlaute und andere Unicode-Schriftzeichen können daher die betreffenden Teilwerte beeinflussen. Wenn die Lesbarkeitsberechnung möglich ist, liegt ihr Score im Bereich von 0 bis 100 und die Stufe im Bereich von 0 bis 18.

Praktisches Beispiel

Sie möchten die formalen Merkmale eines kurzen deutschen Beispielsatzes vor einer redaktionellen Überarbeitung prüfen.

Fügen Sie „Heute prüft Lara den Text.“ ein und starten Sie die Auswertung. Betrachten Sie danach die getrennten Kategorien und ordnen Sie die Lesbarkeitsanzeige anhand der Wort- und Satzbedingungen ein.

Für den eingegebenen Satz erscheinen getrennte Angaben zu Zeichen und UTF-8-Bytes, Wortvergleich, Satz-, Absatz- und Zeilenstruktur sowie zu den Zeichenkategorien; Lesbarkeits- und Zeitwerte werden nach ihren jeweiligen Voraussetzungen ausgewiesen. Bei „Heute prüft Lara den Text.“ ergibt die Auswertung 26 Zeichen, 27 UTF-8-Bytes und 5 Wörter.

Einschränkungen

  • Die Buchstaben- und Silbenverarbeitung berücksichtigt nur ASCII-Buchstaben, weshalb Umlaute und andere Unicode-Schriftzeichen die betreffenden Teilwerte beeinflussen können.

Häufige Fehler

  • Weichen Ihre Satz- oder Absatzwerte von einer manuellen Zählung ab, prüfen Sie zunächst Folgen aus Satzzeichen sowie einzelne und doppelte Zeilenumbrüche und wenden Sie danach dieselben Trennregeln auf den eingegebenen Text an.

Häufige Fragen

Was geschieht bei einer leeren Eingabe?

Bei einer leeren Eingabe wird dennoch ein Ergebnis erzeugt. Die Zähler und Zeitwerte stehen auf null, der Lesbarkeitswert ist null, während für die Lesbarkeitsstufe keine Angabe verfügbar ist.

Weshalb können Zeichen- und Bytezahl voneinander abweichen?

Bei nichtleerem Text basiert die Zeichenzahl auf der Textlänge, während die Bytezahl aus der UTF-8-Codierung stammt. Unicode-Inhalte können deshalb verschiedene Werte für Zeichen und Bytes ergeben.

Unter welchen Bedingungen erscheinen Lesbarkeitswerte?

Die Berechnung setzt mehr als fünf Wörter und mindestens einen Satz voraus. Liegt eine dieser Bedingungen nicht vor, werden Lesbarkeitswert und Lesbarkeitsstufe mit null angegeben.

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Textanalyse und Zeichenzähler